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Thema: Auswirkungen eines Streiks beim Kunden eines Solo-Selbstständigen

  1. #1
    VGSD-Mitglied
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    Ladbergen, Münsterland
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    5

    Auswirkungen eines Streiks beim Kunden eines Solo-Selbstständigen

    Hallo,

    ich arbeite derzeit als selbstständiger Software-Entwickler im Auftrag einer größeren Unternehmensberatung bei einem EVU-Unternehmen im Rheinland. Momentan stehen ja die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst an und es wurde von der Projektleitung des EVU mitgeteilt, dass es evtl.zu Warnstreiks kommen könnte. Es könnte sein, hieß es in der entsprechenden Mitteilung, dass die Streikposten den Zugang zum Werksgelände verhinderten.

    Wenn ich es früh genug weiß, dass ein Warnstreik ansteht, würde ich für diesen Tag woanders arbeiten. Wenn das aber nicht rechtzeitig bekannt ist, könnte es auch sein, dass ich morgens quasi auflaufe und unverrichteter Dinge wieder abziehen muss.

    Mein Vertrag mit der Unternehmensberatung wurde per Handschlag geschlossen. Es gibt keine schriftlichen Vereinbarungen. Wir sind uns einig, dass für alle Belange das BGB gelten soll.

    Meine Frage an die Rechtskundigen unter uns: Fällt ein solcher möglicher Streik im Vertragsverhältnis zwischen mir und meinem Auftraggeber (Unternehmensberatung) in die Kategorie "Unvorhersehbare Ereignisse" bei denen ich das Risiko des Verdienstausfalls und die Kosten für An- und Abreise sowie für Hotel usw. in Kauf nehmen muss? Das EVU ist nicht mein direkter Kunde, sondern hat ja die Unternehmensberatung beauftragt, die mich als externen freien Mitarbeiter engagiert hat.

    Ich denke, dass das Thema möglicherweise auch für andere Selbstständigen in ähnlicher Form interessant sein könnte.

    Gruß und Danke!

    K.

  2. #2
    Zwar hat die Deutsche Rentenversicherung ihre Prüfungen bereits seit einigen Jahren verschärft, orientiert sich dabei aber lediglich an Gerichtsurteilen. Von April an definiert nun auch der Gesetzgeber, dass jemand, der von seinem Auftraggeber Weisungen erhält und in dessen Organisation eingebunden ist, als Arbeitnehmer zu gelten hat, für den Sozialversicherungsbeiträge fällig werden. Zugleich schließt der Gesetzgeber ein Schlupfloch, indem er die nachträgliche Anerkennung einer Scheinselbstständigkeit als Arbeitnehmerüberlassung verbietet.

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